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2 Spezifikation und Modellierung
eine Begrüßungsnachricht ab. Daraufhin kann der Anrufer seine Nachricht hinterlassen. Alternative Abläufe (z.B. das vorzeitige Beenden des Anrufs, weil der Anrufer
auflegt oder der Fall, dass der Angerufene das Telefon abnimmt) sind hier nicht
dargestellt.
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Komplexe kontrollflussabhängige Vorgänge lassen sich mit SCs nicht darstellen. Hierfür müssen andere Berechnungsmodelle verwendet werden. Oft müssen
bestimmte Vorbedingungen erfüllt sein, damit SCs angewendet werden können.
Live Sequence Charts [118] beinhalten Methoden zur Beschreibung solcher Vorbedingungen. Zudem verfügen sie über die Möglichkeit, zwischen notwendigen und
optionalen Folgen zu unterscheiden und enthalten einige andere Erweiterungen.
Weg-Zeit-Diagramme (engl. Time Distance Diagrams (TDDs) oder auch Distance Time Diagrams) sind eine oft verwendete Variante von SCs. Die zeitliche
Dimension von TDDs stellt nicht nur logische Abfolgen sondern real ablaufende
Zeit dar, häufig auch horizontal aufgetragen. In einigen Varianten modelliert die
räumliche Dimension auch den geographischen Abstand zwischen den Komponenten. TDDs sind gut geeignet, um Fahrpläne von Verkehrsmitteln darzustellen.
Beispiel 2.5: Abb. 2.8 zeigt ein Weg-Zeit-Diagramm, mit der Zeit als vertikaler
Dimension. Es bezieht sich auf Züge, die zwischen Amsterdam, Köln, Brüssel und
Paris verkehren. Die Züge können entweder von Köln oder von Amsterdam über
Brüssel nach Paris fahren. Aachen ist als zusätzlicher Halt auf der Strecke zwischen
Aachen Amsterdam
Paris
Brüssel
Köln
t
Abb. 2.8 Weg-Zeit-Diagramme
Köln und Brüssel dargestellt. Vertikale Segmente zeigen die Zeit, die der Zug in
einem Bahnhof verbringt. In Brüssel gibt es eine zeitliche Überlappung zwischen den
Zügen aus Richtung Köln und aus Richtung Amsterdam. Es gibt einen zweiten Zug
zwischen Paris und Köln, der keine Beziehung zu einem Zug von/nach Amsterdam
hat. Dieses und weitere Beispiele lassen sich mit dem Simulationswerkzeug levi
simulieren [498].
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