2.3 Frühe Entwurfsphasen
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2.3.2 (Message) Sequence Charts
Wenn eine etwas detailliertere Betrachtungsweise gewünscht ist, können die zwischen den einzelnen Komponenten ausgetauschten Nachrichtenfolgen angegeben
werden. Diese werden benötigt, um eine bestimmte Art der Verwendung des Systems zu realisieren. Sequence charts (SCs) – früher auch message sequence charts
(MSCs) genannt – ermöglichen dies. Sequence charts verwenden ein zweidimensionales Diagramm. In einer Dimension (üblicherweise in der Vertikalen) werden
Abfolgen dargestellt, während die verschiedenen Kommunikationskomponenten in
der zweiten Dimension angeordnet sind. SCs beschreiben Teilordnungen von Nachrichtenübertragungen. Sie beschreiben damit ein mögliches Systemverhalten.
SCs sind als Teil von UML standardisiert. Im Vergleich zu UML 1.0 wurden SCs
in UML 2.0 durch Elemente erweitert, die genauere Beschreibungen ermöglichen.
Beispiel 2.4: Abb. 2.7 zeigt einen der Anwendungsfälle des Anrufbeantworters. GeNachricht übertragen
Rufende anzeigen
Piep übertragen
Annahme anzeigen
warten
Anruf anzeigen
Nummer eingeben
:Telefon
:Anrufbeantworter
Kommunikation mit einem Anrufbeantworter
Sende Begrüßung
Nachricht
Hörer auflegen
:Anrufer
Piep
Begrüßung
Abb. 2.7 Anrufbeantworter in UML ™
strichelte Linien sind sogenannte „life lines” (Lebenslinien). Die Abfolge der Nachrichten entspricht ihrer Reihenfolge entlang der Lebenslinie. Bei diesem Beispiel
gehen wir davon aus, dass alle Informationen in Form von Nachrichten versendet
werden. Die Pfeile im Diagramm stehen für asynchrone Nachrichten. Damit kann
ein Sender mehrere Nachrichten hintereinander aussenden, ohne auf eine Bestätigung warten zu müssen. Die Rechtecke oberhalb der Lebenslinien stellen die jeweils
aktive Komponente dar. Im Beispiel wartet der Anrufbeantworter darauf, dass der
Benutzer den Hörer des Telefons innerhalb einer bestimmten Zeit abnimmt. Wenn
dies nicht geschieht, nimmt der Anrufbeantworter selbst das Gespräch an und spielt
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