Anhang B
Kirchhoffsche Gesetze und Operationsverstärker
Unsere Beschreibung von D/A-Wandlern ab Seite 197 setzt einige Grundkenntnisse
über Operationsverstärker voraus. Informatikstudenten verfügen häufig nicht über
dieses Wissen, daher stellen wir die notwendigen Grundlagen in diesem Anhang
vor. Diese Grundlagen bauen auf dem Verständnis der Kirchhoffschen Regeln auf,
die hier der Vollständigkeit halber ebenfalls vorgestellt werden.
Kirchhoffsche Regeln
Die Kirchhoffschen Regeln sind ein Mittel, um elektrische Schaltungen zu analysieren. Die erste Regel ist die Knotenregel. Diese gilt für Knoten wie den in Abb. B.1
gezeigten.
Abb. B.1 Ein Knoten in einer elektrischen Schaltung
i
i
i
1
4
3
R
R'
i 2
Theorem B.1 (Kirchhoffsche Knotenregel [274]): In jedem Punkt einer elektrischen Schaltung ist die Summe der zu diesem Punkt hinfließenden Ströme gleich
der Summe der von diesem Punkt wegfließenden Ströme. Formal gilt also für jeden
Knoten einer Schaltung:
k
i k = 0
(B.1)
Wenn diese Regel in der Form von Gleichung (B.1) verwendet wird, dann müssen
Ströme, die durch einen von einem Knoten wegführenden Pfeil gekennzeichnet sind,
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P. Marwedel, Eingebettete Systeme, https://doi.org/10.1007/978-3-658-33437-6
© Der/die Autor(en) 2021
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