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2 Spezifikation und Modellierung
ler drei Sprachen. Die SCADE Suite ® wird für sicherheitskritische Komponenten
eingesetzt, z.B. von Airbus.
Aufgrund der drei Simulationsphasen kann auch StateMate als synchrone Sprache
angesehen werden. StateMate ist deterministisch, wenn Konflikte aufgelöst werden.
Laut Halbwachs ist „StateMate fast eine synchrone Sprache, die einzige Eigenschaft,
die StateMate fehlt, ist der augenblickliche Broadcast-Mechanismus” [199].
2.4.4 Nachrichtenaustausch am Beispiel von SDL
Spracheigenschaften
Wegen der Kommunikation über gemeinsamen Speicher und aufgrund des Broadcast-Mechanismus sind StateCharts für die Modellierung verteilter Systeme ungeeignet. Nachrichtenaustausch ist das für verteilte Systeme besser geeignete Kommunikationsparadigma. Wir stellen daher nun eine zweite Sprache vor, die auch auf
kommunizierenden endlichen Automaten basiert, aber asynchronen Nachrichtenaustausch nutzt.
Wir benutzen die Sprache SDL (Specification and Description Language) als
ein Beispiel. SDL wurde speziell für verteilte Anwendungen entwickelt. Die erste
Entwicklung begann in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts, die formale
Semantik von SDL wurde in den späten achtziger Jahren definiert. Die Sprache ist
von der ITU (International Telecommunication Union) standardisiert worden. Der
erste Standard, „Z.100 Recommendation“ wurde 1980 veröffentlicht und u.a. in den
Jahren 1992, 1999, 2011 und 2016 aktualisiert [483]. Die Aktualisierung von 1999
ist als SDL-2000 bekannt.
Viele Anwender bevorzugen graphische Spezifikationssprachen, während andere
textuelle Spezifikationen vorziehen. SDL bietet beide Möglichkeiten. Die Basiselemente von SDL sind sogenannte Prozesse. SDL-Prozesse stellen erweiterte endliche
Automaten dar. Abb. 2.24 zeigt die Symbole, die in der graphischen Repräsentation
von SDL verwendet werden.
Zustand
Ausgabe
Identifiziert Anfangszustand
Eingabe
Abb. 2.24 Symbole in der graphischen Darstellung von SDL
Beispiel 2.15: Als Beispiel soll gezeigt werden, wie man das Zustandsdiagramm in
Abb. 2.25 in SDL darstellen kann. Abb. 2.25 unterscheidet sich von Abb. 2.13 auf
Seite 57 durch das Hinzufügen von Ausgabewerten, das Entfernen des Zustands Z
und die veränderte Wirkung des Signals k.
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