Vorwort
Warum sollte man dieses Buch lesen?
Während dieses Buch geschrieben wurde, d.h. im Jahr 2020, wurden intelligente Systeme (auch smarte Systeme genannt) zunehmend verfügbar. Solche Systeme
benutzen Computer und andere Formen der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT), um den Menschen ihre Dienste bereitzustellen, zum Teil mit
Hilfe verschiedener Formen künstlicher Intelligenz (KI). Beispielsweise sind kürzlich vorgestellte Autos zunehmend in der Lage, autonom zu fahren. In der Luftfahrt
und bei schienengebundenem Verkehr sind Systeme ohne Piloten bzw. Fahrer angekündigt oder bereits verfügbar. Das Stromnetz wird intelligenter und dasselbe gilt
für Gebäude. Alle diese Systeme basieren auf einer Kombination von IKT und physischen Systemen, die cyber-physikalische Systeme (engl. Cyber-Physical System
(CPS)) genannt werden. Solche Systeme sind „ingenieurmäßig konstruierte Systeme, die auf der Synergie von rechnenden und physischen Komponenten aufbauen
und davon abhängen” [413]. Aufgrund der engen Integration mit der physischen Welt
müssen diese Systeme sehr verlässlich sein.
Das englische Original physical kann dabei im Deutschen sowohl mit „physisch”
wie auch mit „physikalisch” übersetzt werden. „Physisch” trifft die Intention häufig
besser, da wir meist auf eine Integration mit der Welt der (physischen) Dinge zielen
und nur eine Integration mit einem Teil der Physik anstreben. Wir werden deshalb die
Übersetzung „physisch” verwenden, sofern wir nicht explizit einen Bezug zur Physik
meinen. Außerdem benutzen wir die Bezeichnung „cyber-physikalisches System”,
da sie verbreiteter ist und besser klingt.
Physische Dinge spielen auch eine entscheidende Rolle bei der Definition des Begriffs des „Internets der Dinge” (engl. Internet of Things (IoT)). IoT „beschreibt die
um sich greifende Gegenwart einer Vielfalt von Geräten – wie Sensoren, Aktuatoren
und Mobiltelefonen –, die mittels eindeutiger Adressierung in der Lage sind, miteinander zu interagieren und zu kooperieren, um gemeinsame Ziele zu erreichen” [185].
Sensor-Netzwerke und E-Roller, die anhand im Internet verzeichneter, GPS-basierter
Standorte eingesammelt werden, sind Beispiele des Internets der Dinge.
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