5.4 Modelle des Energieverbrauchs und der Leistungsaufnahme
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E = (β uh ∗ f req h + β ul ∗ f req l ) ∗ util + β C PU ∗ CPU on
+β br ∗ brightness + β Gon ∗ GPS_on + β Gsl ∗ GPS_sl
+β W iFi_l ∗ WiFi l + β W iFi_h ∗ WiFi h + β 3G_idle ∗ 3G idle
+β 3G_F AC H ∗ 3G F AC H + β 3G_DC H ∗ 3G DC H
(5.40)
mit
β .. : zu bestimmende Konstanten
f req i : CPU-Frequenzen
util : CPU-Auslastung
CPU on : Prozessor eingeschaltet?
brightness : berücksichtigt die Helligkeit der Anzeige
GPS .. : bezieht sich auf die GPS-Benutzung
WiFi l : Zeit, in der WLAN im langsamen Modus ist
WiFi h : Zeit, in der WLAN im schnellen Modus ist
3G 3G_idle : Zeit, in der 3G-Funk unbeschäftigt ist
3G F AC H : Zeit, in der ein gemeinsamer 3G-Kanal benutzt wird
3G DC H : Zeit, in der ein dedizierter 3G-Kanal benutzt wird
Es wird deutlich, dass PowerBooter von den Details der Hardware abstrahiert.
Die Gleichung (5.40) modelliert auch die Kommunikation, die in den bislang
betrachteten Modellen nicht explizit vorkam. Die Parameter werden wie in den
bislang beschriebenen Modellen durch Messungen und Parameteroptimierungen
bestimmt. Die Messungen wurden mit dem Monsoon-Leistungsmessgerät (siehe
http://www.msoon.com/LabEquipment/PowerMonitor/) vorgenommen.
Das gewonnene Modell erlaubt in Kombination mit dem Batteriemodell eine Vorhersage der Batterielaufzeit. Die resultierende Information wird einem Werkzeug mit
dem Namen PowerTutor übermittelt. Mit diesem Werkzeug sollen Anwendungen an
verschiedene Hardwareplattformen angepasst werden können und Anwendungsprogrammierer sollen Energiespartechniken nutzen können, ohne dass sie sich mit den
Besonderheiten der jeweiligen Plattformen intensiv beschäftigen müssen.
Ein weiteres Modell des Energieverbrauchs in Mobiltelefonen wurde von Dusza
et al. [144] publiziert. Darüber hinaus gibt es auch kommerzielle Werkzeuge zur
Analyse des Energieverbrauchs bzw. der Leistungsaufnahme.
Alle bislang vorgestellten Energiemodelle zielen auf die Vorhersage der durchschnittlichen Leistungsaufnahme bzw. des durchschnittlichen Energieverbrauchs.
Dabei erfolgt die Durchschnittsbildung i.d.R. für bestimmte Eingaben oder Anfangszustände. Durchschnittliche Werte sind hilfreich, um thermisches Verhalten oder die
Batterielaufzeit über bestimmte Zeitintervalle vorherzusagen.
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