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2 Spezifikation und Modellierung
Das Ausgangssignal c enthält einen kurzen Impuls von 5 ns, der bei einer Trägheitsverzögerung (siehe unten) unterdrückt werden würde.
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Signalzuweisungen mit Angabe der Transportverzögerung löschen alle Einträge
in der Warteschlange, die dem Zeitpunkt der berechneten Aktualisierung und
den darauf folgenden Zeitpunkten entsprechen. Wenn wir also zuerst eine Zuweisung mit recht großer Verzögerung und danach eine mit kleinerer Verzögerung
ausführen, dann wird der Eintrag, der durch die erste Zuweisung entstanden ist,
gelöscht.
Bei Signalzuweisungen mit einer after-Bedingung, die keinen transport-Präfix
enthalten, wird eine Trägheitsverzögerung angenommen. Dieses Verzögerungsmodell entspricht der Tatsache, dass auch echte Schaltungen über eine gewisse
„Trägheit” verfügen. Das bedeutet, dass kurze Impulsspitzen unterdrückt werden.
Bei der dritten angegebenen Zuweisungsform werden alle Signaländerungen unterdrückt, die kürzer als die angegebene Verzögerungsdauer anliegen. Die vierte
Form entfernt dagegen alle Signaländerungen, die kürzer als die angegebene Zeit
time anliegen, aus dem vorhergesagten Signalverlauf. Die etwas subtilen Regeln
für das Löschen von Signaländerungen in der Liste künftiger Ereignisse sollen
hier nicht wiedergegeben werden.
Beispiel 2.33: Wir modellieren ein einfaches ODER-Gatter mit Trägheitsverzögerung:
c <= a or b after 10 ns;
Im Modell der Trägheitsverzögerung werden kurze Signalspitzen unterdrückt
(siehe Abb. 2.71).
Kein Impuls von 5 ns
[ns]
t
10
20
30
40
50
60
70
80
c
b
a
Abb. 2.71 Gatter mit Trägheitsverzögerung
Für das Ausgabesignal c gibt es keinen kurzen Impuls von 5 ns, aber der Impuls
mit einer Länge von 15 ns erreicht den Ausgang.
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